Wie man eine Reise durch Kalifornien plant

Ich muss sagen, es ist keine leichte Aufgabe. Ich war damals richtig überfordert! Es gab so viele Reiseberichte von Bloggern über Kaliforniens Sehenswürdigkeiten, aber was ist mit praktischen Tipps?

Tausende Fragen und keine Antwort:

  1. Für welche Route soll ich mich entscheiden San Francisco – Las Vegas oder San Francisco – Los Angeles oder zuerst in LA starten?
  2. Soll ich Yosemite Park und Death Valley in meine Route aufnehmen oder ist das zu viel für 17 Tage Kalifornien Urlaub?
  3. Fahren wir zum Death Valley nach LA Aufenthalt oder nach Las Vegas?
  4. Buchen wir am Ort die Motels und Hotels oder bereits von Deutschland aus?
  5. Auto mieten: welche Anbieter und welche Versicherungsleistungen sind wichtig?
  6. Verkehrsregeln in den USA: gibt es sie überhaupt?
  7. Hotels, Flugtickets, Eintrittskarten, Mietwagen – alles ist so teuer! Wie bezahle ich eigentlich meinen Urlaub?

Keine Panik, heute will ich euch meine Tipps und Erfahrungen erzählen.

Also unsere Route fand ich einfach top, wir haben viel geschafft in 17 Tagen und mussten uns fast nie hetzen. Wenn ihr wollt, könnt ihr unsere Route 1:1 übernehmen. Alle Hotels sind sehr empfehlenswert, außer in LA. Wir haben uns für Cinema deswegen entschieden, weil das Parken inklusive war. Sonst muss man in LA Hotels mit hohen Parkgebühren rechnen; bis zu 30 US-$ am Tag.

Reiseplanung

Bevor die Reise begann:

  1. bereits von Deutschland aus haben wir alle Motels und Hotels gebucht. Insgesamt waren es 8. Es ist deutlich einfacher online von Deutschland aus zu buchen, als vor Ort. Wir kamen öfters sehr spät an, gegen 20-21 Uhr und waren echt froh, dass wir kein Hotel mehr suchen mussten. Nachteil: man verliert damit eine gewisse Spontanität und kann nicht in der Stadt länger bleiben als geplant.
  2. Adapter für USA mitnehmen
  3. Auto buchen. Jetzt aufgepasst! Wir kommen zum Mietwagen. Wir haben bei Alamo auf billiger-mietwagen.de einen SUV bestellt. Und bekamen einen neuen Hyundai Tucson. Ein Traum Auto! Für 13 Tage zahlte ich 580 €. Alle die eine Kalifornien Reise noch vor sich haben, bitte spart beim Auto kein Geld! Ihr fahrt über 1000 Kilometer. Daher ist ein gutes Auto sehr wichtig.

Hyundai Tucson

Was muss unbedingt dabei sein:

  • Navigationssystem! Obwohl wir Google Maps übers ipad hatten, konnte die App nicht so schnell die Route berechnen wie das Navi. Und in der Wüste im Death Valley hat man gar keinen Empfang. Da ist ein Navi Gold wert.
  • Haftpflichtversicherung mit Deckung auf max. 1 Mio. US-$
  • Einwegmieten ohne zusätzliche Kosten: wir holten das Auto in SF ab und gaben es in LA am Flughafen zurück. Danach fuhr uns ein Shuttlebus zum Flughafen.
  • Vollgetankt abholen und abheben. Das ist einfach praktisch und am günstigsten
  • Alle Kilometer inklusive
  • Versicherung für Abschleppdienst vor Ort abschließen. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Wir haben es gemacht.

4. Eintrittstickets wie z.B für Alcatraz buchen. Ich habe so oft geschrieben, dass es in Amerika total üblich ist, Tickets online zu bestellen. Wer Alcatraz besuchen will, muss vorher online die Tickets kaufen, weil vor Ort tagelange alles ausverkauft war.

Alcatraz

5. Für Deutsche: ESTA Einreisegenehmigung online beantragen, kostet 14 US-$ und ist dann 2 Jahre gültig. Für mich brauchte ich ein Visum.

6. Billige Flüge findet ihr auf flug.idealo.de. Wir waren auf vielen Preisvergleich Websites, aber ich kann dieses Portal wirklich empfehlen.

7. Ich habe bei einem Blogger gelesen, dass man am besten die Kassenzettel für eigene Kameras, Laptops etc. mitnehmen soll, falls der Zoll einen kontrolliert. Ich war brav und habe für meinen neuen Laptop den Kassenbon dabei gehabt. Meine Ausrüstung hat keiner in Frage gestellt. Im nachhinein wäre es sowie so besser gewesen, den Mac daheim zu lassen! Ich habe ja fast nichts gepostet 🙂

Zwischenstopp in Philadelphia:

Zuerst geht’s zur Immigration. Wichtig, die Einfuhr von Lebensmitteln ist nicht erlaubt. Also verzichtet darauf, Speisereste aus dem Flugzeug mitzunehmen. Wenn ihr die Immigration erfolgreich hinter euch habt, müsst ihr euer Gepäck abholen. Normalerweise muss man das bei einem Weiterflug nicht machen, aber wenn ihr in die USA einreist, dann schon. Am Zielflughafen muss man nicht mehr zur Einwanderungsbehörde, immer nur am ersten US-Flughafen.

Nach Ankunft in San Francisco (SF):

  1. In SF besorgen wir uns einen 3-Day Visitor Passport für 26 US-$ an der Market & Powell Bart Station. Ihr spart damit eine Menge Geld. Wenn man überlegt, dass allein die Cable Car Fahrt 6 US-$ kostet, dann ist es ein gutes Geschäft.

Cable Car

  1. US-Sim-Karte ist wie A und O. Ich habe gehört, dass man die Sim-Karte schon in Deutschland online bestellen kann. Ist aber nicht viel billiger. Ich habe sie in SF bei einem T-Mobile USA Shop gekauft. Und zwar für das iPad.
    Wieso iPad?
    Im Ausland braucht man nur Internet und Apps. Google Maps war manchmal wirklich „überlebenswichtig“.
    Die Kosten fürs iPad lagen bei 15 US-$ für die Sim-Karte und 30 US-$ für 3 GB Datenvolumen. Für einen Smartphone Tarif zahlt man 15 US-$ für die Sim-Karte und 40 US-$ für nur 1 GB Datenvolumen. Man kann dann innerhalb der USA telefonieren, aber wer macht das schon? Also iPad-Tarif nehmen. Ist besser und billiger.

Hotels und Essen in SF sind Hammer teuer. Supermärkte gibt es leider nicht an jeder Ecke wie bei uns. Mein Tipp: ein Hotel auf jeden Fall mit Frühstück buchen.

San Francisco Golden Gate

In SF waren wir drei volle Tage, vier wäre deutlich besser 🙂 Wenn eure Route auch in SF startet, braucht ihr in der Stadt kein Auto. Erst wenn ihr die Stadt verlässt, holt das Auto ab. Und zwar an der 340 O’Farrell Street. Die Vermietstation liegt ganz zentral und war nur 10 min zu Fuß von unserem Hotel.

Nach SF ging unsere Reise zum Yosemite Park. Im Yosemite National Park waren wir am National Day und der Eintritt war kostenlos, anstatt 20 US-$ pro Auto. Die Hotels im Park selbst sind sehr teuer und haben schlechte Bewertungen. Nur das Ahwahnee Lodge ist ganz besonders. Wenn ihr Amerikas Luxus Leben anschauen wollt, dann seid ihr hier richtig. Manche Frauen waren im Amerika 30-er Jahre Stil gekleidet. Ein Traum!

Yosemite Park

Zuerst beschäftigte uns das Thema Brückenmaut. Dass tollste ist, man muss keine Maut zahlen, wenn man die Stadt verlässt, nur wenn man reinfährt. Die Bezahlungsmethoden sind gar nicht so einfach. Ich war echt froh, dass mich dass nicht betroffen hat. Mehr dazu findet ihr hier http://www.sanfrancisco4you.com.

Auf US-Websites könnt ihr schauen, wo man billig tanken kann. Einfach bei Google „cheap gas california“ eingeben.

Verkehrsregeln in Kalifornien.

Ich habe vor der Reise Youtube Videos angeschaut.

https://www.youtube.com/watch?v=GNlWv2lprrM

 

Mein Senf dazu:

Die rechte Spur kann auf dem Highway plötzlich zur Ausfahrtspur werden. Es ist nicht wie in Deutschland, wo man die Spur wechselt. Sondern genau umgekehrt. Das blöde aber ist, dass man es kurz vor der Ausfahrt feststellt. Und dann muss man schnell genug sein, um jede Lücke zu nutzen, um auf dem Highway bleiben zu können. Bei fließendem Verkehr macht das nicht immer Spaß.

Auffahren auf den Highway ist auch ein Thema. Bei uns, wenn wir sehen, dass jemand einfädeln will, wechseln wir die Spur. Bremsen mit unserer Geschwindigkeit ist fast unmöglich. In Amerika bremst ihr um euer Leben. Derjenige, der auf den Highway auffährt, macht das einfach und hat quasi Vorfahrt. Ob frei ist oder nicht. Also immer aufpassen oder in der mittleren Spur fahren.

Zum Hearst Castle, dem Neuschwanstein Amerikas, wie man es nennt, kamen wir viel zu spät an, weil um 17 Uhr machen sie schon zu. Wenn ich mich richtig erinnern kann, ist die letzte Führung um 15 oder 16 Uhr. Dann sind wir nach Morro Bay ins Motel total enttäuscht gefahren. Am nächsten Tag mussten wir früh morgens wieder 30 km zurückfahren, um bereits um 9 Uhr die erste Führung im Hearst Casle zu nehmen.

Hearst Castle Hearst Castle 1

In dem Fall fand ich es gut, in Morro Bay zu übernachten.

Morro Bay

Wenn man Hearst Castle nicht schafft, kann man noch von Morro Bay zurückfahren. Sonst ist sehr kalt und laut Einheimischen ist es dort immer kalt. Und wenn es geht, besser in Solvang Halt machen. Die Stadt ist spektakulär!

Ich empfehle euch, in Santa Barbara zwei Übernachtungen zu machen. Die Stadt ist viel zu schön für eine Übernachtung 🙂

Santa Barbara Santa Barbara Mission

Wir haben uns lange überlegt: was ist besser von Los Angeles zum Death Valley fahren oder erst nach Las Vegas. Es ist bestimmt Geschmacksache. Aber ich bedauere nicht, dass wir von LA zum Death Valley gefahren sind. Glaubt mir, wenn ihr in Las Vegas seid, habt ihr kein Bock, diese aufregende Stadt zu verlassen, ins Auto einsteigen und wieder losfahren…

Death Valley

Las Vegas solltet ihr auf jeden Fall in eure Route aufnehmen. Die Gründe:

  • Luxushotels sind vergleichsweise sehr preiswert.
  • Flug zurück nach Deutschland war von Las Vegas deutlich billiger als von LA
  • In Las Vegas lagen wir tagsüber am Pool, am Abend geshoppt, in Casinos gespielt, und Vegas! The Show angeschaut und ausgegangen. Und keine Sehenswürdigkeiten. Zum Glück für meinen Mann 🙂
  • Es war ein toller Abschluss unserer Reise

Las Vegas Vdara Hotel Vdara Hotel Las Vegas

5 Comments

  1. Juni 19, 2015 / 8:48 pm
    Klasse Bericht und tolle Eindrücke. Stelle ich mir sehr aufregend vor. Gut organisiert ward ihr auf jeden Fall.
    LG Sabine
  2. claudi
    Juni 23, 2015 / 11:52 pm
    super tipps, vor allem mit dem ipad und den alcatraz tickets. gut zu wissen 😉

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