Reisetipps für Marrakech

In den letzten Jahren habe ich viele wunderschöne Länder und Städte besucht; meine letzte Reise ging nach Marrakech in Marokko. Kaum eine Stadt hat dank der vielen Instagram-Bilder mein Interesse derart geweckt wie Marrakech und so bekam ich selbst Sehnsucht in diesen orientalischen Traum aus 1001 Nacht einzutauchen.

Und ich habe mich nicht enttäuschen lassen, diese Stadt ist wirklich sehr inspirierend und großartig. Wir waren 6 Tage in Marrakech und 1 Tag in Essaouira, eine kleine Hafenstadt an Marokkos Atlantikküste. Meiner Meinung ist es viel zu wenig, um diese bezaubernde Stadt und die Umgebung zu erkunden. Aber ich komme auf jeden Fall irgendwann nochmals nach Essaouira. Aber für unsere nächsten Urlaube stehen erst mal andere Reiseziele auf dem Plan. Wie ihr wisst, suche ich laufend Inspirationen für Reisen.

Ankunft in Marrakech

Die beste Reisezeit ist von März bis Mai, aber eigentlich sind auch die Wintermonate nicht schlecht, da die Temperaturen tagsüber auch 15 bis 20 Grad Celsius erreichen. Nur von den Sommermonaten Juli und August würde ich abraten, sonst wird es zu heiß. Die Temperaturen liegen dann bei über 40 Grad.

Wir haben einen Shuttle Service vom Flughafen zu unserem Riad bereits von München online bestellt und es kostete nicht einmal 10 €. Das kann ich jedem nur empfehlen, denn es gibt mittlerweile Hunderte von Riads – und nicht jeder Taxifahrer kennt jedes kleine Hotel. Ihr solltet also auf jeden Fall die Adresse parat haben. Und die letzten Schritte zum Riad macht ihr dann zu Fuß, denn Autos können nicht durch die kleinen Gassen fahren. Das geht nur mit dem Moped oder halt zu Fuß.

Unser Hotel war das Riad BE Marrakech, ich habe mich in dieses Hotel unsterblich verliebt und habe fast ein halbes Jahr auf ein freies Zimmer gewartet. Das Riad ist wunderschön eingerichtet und bietet den perfekten Hintergrund für ein Fotoshooting. Meine Instagram-Bilder sind entsprechend auch sehr schön geworden. Das Hotel liegt mitten in der Medina und entpuppt sich als eine kleine Oase. Draußen in den Souks, in denen die Händler ihre Waren verkaufen, herrscht ein ständiges Gewusel, aber im Hotel findet man Ruhe und kann super abschalten. Zur abendlichen Entspannung kann ich die Hotel Dachterrasse sehr empfehlen. Die supernetten Mitarbeiter servieren dort einen kostenlosen leckeren Minztee, den die Marokkaner augenzwinkernd marokkanischen Whiskey nennen.

Hotspots in Marrakech

Unbedingt solltet ihr das bekannte Luxushotel „La Mamounia“ besuchen, was südlich der Medina liegt. Die Hotelanlage mit schönen Gärten und versteckten Restaurants ist riesig und hier kann man den halben Tag verbringen. Es ist wie eine blühende Oase und alleine dadurch schon ein einzigartiges Erlebnis. Aber die Preise im diesem Luxushotel sind dementsprechend hoch. Ein Glas Hugo kostet hier nämlich über 30 €. Ein Cappuccino ist für knapp 7 € aber noch erschwinglich.

Aus der Empfehlung im Internet war ich im Interieur-Laden im marokkanischen Stil von Del Mustapha Blaoui (Adresse: 142-144 Bab Doukkala). Von unserem Riad ist dieser Laden nur wenige Minuten entfernt. Teppiche, Laternen, Teegeschirr, Kissen in herrlich bunten Farben sowie diverse Möbel sind über mehrere Stockwerke verteilt. Der Besitzer ist ein gefragter Interieur-Designer, der Hotels wie das „La Mamounia“ und Privathäuser in der ganzen Welt einrichtet.

Le Jardin Majorelle und Yves Saint Laurent Museum

Der Garten Jardin Majorelle wurde im Jahr 1980 von Yves Saint Laurent und seinem Lebensgefährten gekauft. Sie brachten den verwilderten Garten wieder auf Vordermann und machten ihn zu einer absolut willkommenen Oase im Trubel dieser Großstadt. Der Garten beherbergt Pflanzen aller 5 Kontinente – u.a. riesengroße Kakteen. Die vorherrschenden Farben der Häuser sind das Majorelle-Blau (eine sehr schöne intensive Farbe), Gelb und Orange – insgesamt also ein sehr bunt gestaltetes Areal. Es ist drinnen abnormal viel los (man hat oft nur ein paar Sekunden, um ein Instagram Bild zu machen), auch die Schlange für die Eintrittskarten unter der prallenden Sonne war kaum auszuhalten. Wir waren um ca. 12 Uhr dort und mussten über 30 Minuten warten.

Le Jardin Secret

Ein absolutes Muss ist dieser wunderschöne Garten mitten in der Medina. Der Jardin Secret wurde erst 2016 eröffnet, davor war hier ein verwilderter Ort mit heruntergekommenen Häusern, ehe die Idee entstand, das Areal wiederherzustellen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der britische Gartendesigner Stuart-Smith entwarf zwei verschiedene Gärten: einen kleineren mit Pflanzen aus der ganzen Welt, den er „exotischen Garten“ nannte, und den großen islamischen Garten. Kleiner Tipp: Auf der Sonnenterrasse kann man bei einem leckeren Minztee die Aussicht über den islamischen Garten genießen.

Ein Ausflug nach Essaouira

Die kleine Hafenstadt Essaouira an der Atlantikküste liegt etwa 180 km westlich von Marrakesch. Auf dem Weg nach Essaouira hielten wir an Arganbäumen an, auf dem Ziegen die Blätter und Früchte fressen. Nein, das ist keine Touristenattraktion! Ich konnte meinen Augen kaum trauen, dass solche Tiere überhaupt auf Bäumen klettern können.

Als wir dann in der Hafenstadt ankamen, hatte ich das Gefühl als wäre ich in Mykonos oder in Santorini gelandet. Die Stadt mit seinen blau-weißen Häusern hat sofort mein Herz erobert. Die vollständig erhaltene Medina wurde übrigens 2001 als Unesco Weltkulturerbe anerkannt. Hier geht es deutlich ruhiger zu als in Marrakech und hat den Eindruck, man wandelt durch das Marokko längst vergangener Zeiten.

Souks

Nur ein paar Schritte von unserem Riad entfernt, und schon waren wir mittendrin in den Souks mit den zahllosen engen Gässchen. Der Souk in Marrakech ist – so sagen manche – der größte Basar in Afrika. Ein Labyrinth, in dem man sich schnell verirren kann. Also am besten das Handy mitnehmen, um die Orientierung nicht zu verlieren. Es gibt dort alles Mögliche, was man kaufen kann. Die Einheimischen verkaufen z.B. Handwerkskunst, landestypische Souvenirs, Teppiche, viele Lederwaren, Gewürze und natürlich auch marokkanische Speisen. Eine kleine Tour in den Souks ist ein absolutes Muss! Wir haben viele Gewürze eingekauft für wirklich kleines Geld.

Apropos Orientierung: mein Tipp ist es, eine Sim-Karte von Maroc Telekom mit 5 GB Datenvolumen zu kaufen. Das kostet nicht mal 10 € und ihr könnt im Internet surfen und Google Maps nutzen.

 

Comments

  1. Love Fashion
    April 23, 2019 / 4:32 pm
    Die Bilder sind wunderschön. Und wirklich gute Tipps. Die Stadt möchte ich auch gerne besuchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.